Mit Hund

Mit Hund unterwegs in NRW: Hundewiesen, Wälder und Regeln

Ausflüge mit Hund in NRW: Hundewiesen, Wälder, Einkehr sowie Bus und Bahn – plus die wichtigsten Regeln zu Leinenpflicht und Brut- und Setzzeit.

Wattmachen-Redaktion Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit
Illustration: Mensch mit Hund auf einem Weg durch eine Wiese am Waldrand
Inhalt
  1. Hundewiesen und Freilaufflächen
  2. Wald und Wanderwege
  3. Die wichtigsten Regeln im Überblick
  4. Einkehren mit Hund
  5. Mit Hund in Bus und Bahn
  6. Wo Hunde nicht hindürfen
  7. Ausflüge im Herbst und Winter
  8. Mit Hund ans Wasser
  9. Packliste für den Hundeausflug
  10. Planen mit Wattmachen

Ein Ausflug mit Hund braucht etwas mehr Planung als einer ohne: Wo darf der Hund rennen? Wo muss er an die Leine? Gibt es unterwegs Wasser, und dürfen wir einkehren? Dieser Ratgeber zeigt, wo du in NRW Hundewiesen und gute Wege findest und welche Regeln du kennen solltest.

Stand: Oktober 2026. Die Listen mit Hundewiesen kommen live aus unserem Planer (Daten aus OpenStreetMap). Regeln zur Leinenpflicht unterscheiden sich von Ort zu Ort – im Zweifel gilt immer die Beschilderung vor Ort und die Verordnung deiner Stadt.

Hundewiesen und Freilaufflächen

Die einfachste Antwort auf die Frage „Wo darf mein Hund frei laufen?“ ist eine ausgewiesene Hundewiese. In unseren Daten stehen 435 Hundewiesen und Freilaufflächen in NRW. Sie sind sehr unterschiedlich: manche eingezäunt mit Bänken und Wasserstelle, andere nur ein Stück Wiese mit Schild. Viele sind in OpenStreetMap nur als „Hundewiese“ ohne Namen eingetragen; die zeigen wir auf den Stadtseiten, nicht in den Listen hier.

Köln hat besonders viele ausgewiesene Freilaufflächen, oft in den großen Grünzügen:

Hundefreilaufflächen in Köln

Alle Hundewiesen in Köln (65) Live aus unserem Planer · Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende

Auch im Ruhrgebiet gibt es eingetragene Flächen:

Hundewiesen im Ruhrgebiet

Hundewiesen in ganz NRW (20) Live aus unserem Planer · Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende

Ein paar Hinweise für die Hundewiese:

  • Erst schauen, dann reinlassen. Wenn schon viele Hunde da sind oder ein Hund unsicher wirkt, lieber kurz warten.
  • Eingezäunt heißt nicht unbeaufsichtigt. Halterinnen und Halter bleiben verantwortlich, auch auf der Freilauffläche.
  • Kotbeutel auch hier. Die meisten Flächen haben Mülleimer, nicht alle haben Beutelspender.
  • Läufige Hündinnen gehören in dieser Zeit nicht auf die Hundewiese.

Alle Hundewiesen nach Stadt findest du unter Hundewiesen in NRW. Fehlt eine Fläche in deiner Nähe? Dann schlag sie uns vor.

Wald und Wanderwege

NRW ist zu einem guten Viertel bewaldet, und für Hunde gibt es kaum etwas Schöneres als einen langen Waldspaziergang. In unseren Daten stehen 5.289 Wanderwege. Für Ausflüge mit Hund eignen sich besonders:

  • Rundwege mit Bach oder See, damit der Hund trinken und sich abkühlen kann.
  • Wege abseits von Radstrecken, damit es keine Konflikte mit schnellen Rädern gibt.
  • Strecken mit Schatten im Sommer – Asphalt und Sand werden an heißen Tagen für Pfoten sehr warm.

Wichtig für den Wald: Nach dem Landesforstgesetz NRW dürfen Hunde abseits der Wege nur an der Leine mitgeführt werden. Auf den Wegen ist Freilauf grundsätzlich möglich, wenn der Hund zuverlässig abrufbar ist – es sei denn, eine örtliche Regel oder ein Schutzgebiet sagt etwas anderes. Hunde, die Wild hetzen, sind ein echtes Problem für Rehe und Bodenbrüter; im Zweifel lieber die Schleppleine nehmen.

Alle Wege nach Stadt unter Wanderwege in NRW, Ideen speziell für Hundehalter auf unserer Seite Ausflüge mit Hund.

Die wichtigsten Regeln im Überblick

Gesetze und Verordnungen ändern sich, und viele Regeln sind kommunal. Die folgende Übersicht ist bewusst allgemein gehalten – sie ersetzt nicht den Blick in die Regeln deiner Stadt.

Landeshundegesetz NRW

Das Landeshundegesetz regelt die Grundpflichten für alle Hundehalter in NRW. Es schreibt unter anderem vor, dass Hunde in belebten Bereichen wie Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln an der Leine zu führen sind. Für große Hunde (ab 40 cm Schulterhöhe oder 20 kg) und für bestimmte Rassen gelten zusätzliche Pflichten – etwa Anleinen innerhalb geschlossener Ortschaften auf öffentlichen Straßen und Wegen, Sachkunde und Haftpflichtversicherung. Den genauen Wortlaut findest du im Gesetzestext; bei Fragen hilft das Ordnungsamt.

Städte und Kreise

Viele Städte erlassen eigene Regeln, meist in einer ordnungsbehördlichen Verordnung. Darin steht zum Beispiel, ob in Parks und Grünanlagen Leinenpflicht gilt, wo Freilaufflächen ausgewiesen sind und wie Hundekot zu entsorgen ist. Auf Kinderspielplätzen sind Hunde in aller Regel nicht erlaubt.

Naturschutzgebiete

In Naturschutzgebieten gilt fast immer Leinenpflicht, häufig auch ein Wegegebot für Mensch und Hund. Die Regeln stehen auf den Schildern am Rand des Gebiets.

Brut- und Setzzeit

Im Frühjahr und Frühsommer bekommen Wildtiere und Bodenbrüter ihren Nachwuchs. In vielen Kommunen und Schutzgebieten gelten in dieser Zeit strengere Regeln für Hunde – oft eine Leinenpflicht auch dort, wo sonst Freilauf erlaubt ist. Die genauen Zeiträume legt die örtliche Regelung fest; bitte vor Ort prüfen.

Einkehren mit Hund

Ob ein Hund ins Café, in den Biergarten oder ins Restaurant darf, entscheidet allein der Betreiber. Biergärten und Ausflugslokale draußen sind oft entspannt, drinnen ist es unterschiedlich. Eine kurze Frage vorher erspart Ärger. Ein Napf und eine Wasserflasche im Rucksack machen dich unabhängig.

In unseren Daten stehen 627 Biergärten und Ausflugslokale. Ob Hunde willkommen sind, ist in OpenStreetMap nur selten eingetragen – wo es eine Angabe gibt, zeigen wir sie auf der Ortsseite.

Biergärten und Ausflugslokale in NRW

Biergärten & Ausflugslokale in ganz NRW (627) Live aus unserem Planer · Daten © OpenStreetMap-Mitwirkende

Mehr unter Biergärten und Ausflugslokale.

Mit Hund in Bus und Bahn

Viele Ausflugsziele erreichst du gut mit dem Nahverkehr. Ob und zu welchem Preis ein Hund mitfährt, regelt der jeweilige Verkehrsverbund in seinen Tarifbestimmungen; kleine Hunde in einer Tasche fahren oft kostenlos mit, größere brauchen teils ein eigenes Ticket. Eine Leine ist in Bus und Bahn immer Pflicht, ein Maulkorb kann vorgeschrieben sein. Stoßzeiten meiden hilft Hund und Mitfahrenden.

Wo Hunde nicht hindürfen

Auch wenn es schade ist: In viele Ausflugsziele dürfen Hunde nicht mit. Dazu gehören meistens Zoos und Tierparks (wegen der Tiere), Freizeitparks, Schwimmbäder und viele Museen. Manche Wildparks, Gärten und Burgen erlauben angeleinte Hunde. Auf unseren Ortsseiten zeigen wir die Angabe, wenn sie in OpenStreetMap eingetragen ist; im Zweifel steht die Regel auf der Website des Betreibers.

Ausflüge im Herbst und Winter

Im Herbst sind die Wälder ruhiger und die Temperaturen ideal für lange Runden. Dafür wird es früh dunkel:

  • Leuchthalsband oder Licht am Geschirr, damit Radfahrer und Autos den Hund sehen.
  • Jagdzeit beachten. Im Herbst und Winter finden in vielen Wäldern Drückjagden statt. Sie werden mit Schildern angekündigt; dann lieber eine andere Strecke wählen und den Hund anleinen.
  • Streusalz im Winter. Nach dem Spaziergang die Pfoten abspülen.
  • Eisflächen meiden. Gefrorene Teiche tragen oft nicht.

Mit Hund ans Wasser

Viele Hunde lieben Wasser, und Seen, Bäche und Flussufer sind beliebte Ziele. An offiziellen Badestellen und in Strandbädern sind Hunde meist nicht erlaubt; manche Seen haben eigene Hundebadestellen, die vor Ort ausgeschildert sind. Am Rhein ist Vorsicht geboten: Die Strömung ist auch am Ufer stark, und Wellen von Schiffen können einen Hund mitreißen. Im Hochsommer bilden sich in manchen stehenden Gewässern Blaualgen, die für Hunde gefährlich sein können. Wenn das Wasser grünlich trüb ist oder Warnschilder stehen, bleibt der Hund draußen.

Seen nach Stadt findest du unter Badeseen und Seen.

Packliste für den Hundeausflug

Was bei einem Tagesausflug in den Rucksack gehört:

  • Wasser und ein Faltnapf – unterwegs gibt es nicht überall Trinkstellen.
  • Kotbeutel, mehr als du zu brauchen glaubst.
  • Schleppleine für Gebiete mit Wild oder wenn der Rückruf noch nicht sitzt.
  • Handtuch für die Rückfahrt im Auto oder in der Bahn.
  • Maulkorb, falls er im Nahverkehr verlangt wird.
  • Zeckenzange – Zecken sind von Frühjahr bis Herbst aktiv, nach dem Spaziergang Fell und Pfoten absuchen.
  • Impfpass oder Kopie bei längeren Ausflügen, falls ihr eine Tierarztpraxis braucht.

Planen mit Wattmachen

In unserem Planer kannst du „Mit Hund“ als Zielgruppe wählen. Dann zeigen wir Hundewiesen, Wälder, Seen und Ausflugsziele weiter vorn und blenden Orte, in die Hunde typischerweise nicht dürfen, nach hinten. Die Seite für deine Stadt:

Ausflugsziele in deiner Stadt

Weitere Ideen für draußen findest du in unserem Ratgeber Kostenlose Ausflüge in NRW – fast alles darin geht auch mit Hund.

Häufige Fragen

Wo darf mein Hund in NRW ohne Leine laufen?

Sicher ohne Leine geht es auf ausgewiesenen Hundefreilaufflächen und Hundewiesen. Außerhalb davon regeln Städte und Kreise die Leinenpflicht selbst, zum Beispiel für Parks und Grünanlagen. Im Wald gilt nach Landesrecht abseits der Wege Leinenpflicht, in Naturschutzgebieten meist überall.

Gibt es in NRW eine allgemeine Leinenpflicht?

Eine Leinenpflicht überall gibt es nicht. Das Landeshundegesetz schreibt die Leine in bestimmten Bereichen vor, etwa in Fußgängerzonen und anderen belebten Bereichen sowie in Bus und Bahn. Weitere Regeln erlassen die Kommunen – das Ordnungsamt gibt Auskunft.

Was ist die Brut- und Setzzeit?

Im Frühjahr und Frühsommer bekommen Wildtiere und Bodenbrüter ihren Nachwuchs. In dieser Zeit gelten in vielen Gebieten strengere Regeln für Hunde, oft eine Leinenpflicht auch dort, wo sonst Freilauf erlaubt ist. Die genaue Regel steht in der örtlichen Verordnung oder auf Schildern vor Ort.

Darf mein Hund mit in den Biergarten oder ins Café?

Das entscheidet der Betreiber. Viele Biergärten und Ausflugslokale haben nichts gegen gut erzogene Hunde, manche schon. Am besten vorher anrufen oder fragen, bevor ihr euch setzt.

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